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Joseph Haydn

1732 - 1809

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Joseph Haydn zählt nicht erst heute zu den bekanntesten und populärsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte, er galt bereits zu seinen Lebzeiten als der unbestrittene Doyen unter den Komponisten Europas. Seine Lebenszeit fiel in eine Phase einschneidender historischer Umbrüche, an denen Haydn als Künstler an vorderster Front beteiligt war. Aus dörflichen Verhältnissen führte seine musikalische Laufbahn über das Chorknabenstift von St. Stephan in Wien und die Dienstverhältnisse in den Hofmusiken der adeligen Häuser Morzin und Esterházy zu internationalem Ruhm. Erst im Alter von beinahe 60 Jahren war Haydn in der Lage, aus dem Schatten seines Esterházyschen Dienstverhältnisses herauszutreten und eine internationale Musikerkarriere zu starten. 

Mit seinen Reisen nach England konnte er erstmals das internationale Parkett, das seine Werke bereits erobert hatten, auch persönlich betreten. In London wurde der fürstliche Hofbedienstete in der hohen britischen Gesellschaft herumgereicht und war Gesprächspartner des englischen Königs, des Thronfolgers und des Hochadels. König George IV. und Admiral Lord Nelson schätzten seine Werke ebenso wie König Ferdinand IV. von Neapel und Friedrich Wilhelm II., der König von Preußen. Seine Arbeit öffnete ihm die Türen zum Habsburgischen Hof von Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz Joseph II. Aber alle hochrangigen Kontakte, alle internationalen Ehrungen und Auszeichnungen seiner späten Wiener Jahre haben seinen Charakter nicht verbogen. Haydn ließ sich weder seinen Wurzeln und dem Milieu seines Standes entfremden, noch den geradlinigen Grundzug seines Wesens verderben. 

Sein Platz in der Musikgeschichte ist herausragend und unverrückbar. Sein Schaffen erstreckt sich vom Stil der Barockmusik bis hin zu jenem, welcher später als "Wiener Klassik" Einzug in die Musikgeschichte nehmen sollte. Haydn gilt als einer ihrer "Väter". Als Ältester in der Reihe der großen Trias Haydn-Mozart-Beethoven fungierte er sowohl als "Pionier" wie als "Vollender", bahnbrechend auf dem Gebiet der damals modernen Instrumentalmusik, der Sinfonie und besonders des Streichquartetts, das seine Existenz und Charakteristik als musikalische Gattung maßgeblich der Initiative Haydns verdankt. Er lieferte vielfach die kompositorischen Modelle und Techniken, an die sein jüngerer Kollege Mozart und sein späterer Schüler Beethoven anknüpfen konnten, um sie ihrerseits zu künstlerischen Spitzenleistungen weiter zu entwickeln.

 Neben Mozart und Beethoven zählten auch andere Komponisten und Musiker wie beispielsweise Johann Nepomuk Hummel, Ignaz Joseph Pleyel, Luigi Cherubini u.a.m. zu den Freunden und Verehrern von Joseph Haydn. 

 Joseph Haydn hinterließ ein grandioses OEuvre. In seiner schier endlosen Produktivität komponierte er im Laufe seines Lebens über 1000 Werke. Haydn hat aber nicht nur in der Instrumentalmusik, sondern auf allen Gebieten der Tonkunst Großes vorgelegt. Vor allem mit seinem deutschen Oratorium "Die Schöpfung", das man als sein Hauptwerk bezeichnen kann, hat sich Haydn in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben.

 Sein Gesamtwerk umfasst unter anderem 107 Sinfonien, Instrumentalkonzerte für mehrere Soloinstrumente, Trios, Klaviersonaten, große Oratorien ("Die Schöpfung und "Die Jahreszeiten"), Messen und andere Kirchenmusik, Opern, Singspiele und vieles mehr. 

 

Stücke

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