
Solist
Ricardo José Rivera
- Bariton
Biografie
Der von der New York Times für „das reichhaltigste Instrument des Abends – kraftvoll und zugleich zu großer Sanftheit fähig“ gelobte Ricardo José Rivera feierte einen außergewöhnlichen kurzfristigen Rollendurchbruch als Riccardo Forth in I puritani an der Metropolitan Opera im Rahmen der weltweit übertragenen Live-in-HD-Produktion, nachdem er zuvor in derselben Spielzeit bereits als Dominik in Arabella sein Hausdebüt gegeben hatte. Zu seinen weiteren Engagements in der Saison 2025/26 zählen die Rückkehr zur Sarasota Opera als Conte di Luna in Il trovatore, Auftritte beim Teatro Nuovo in der Titelrolle von Don Giovanni sowie bei der Opera San José als Guglielmo in Così fan tutte. Außerdem wird er gemeinsam mit der Utah Symphony in Orffs Carmina Burana zu hören sein. In der darauffolgenden Saison übernimmt er erstmals die Partie des Germont in La traviata beim Glyndebourne Festival Opera, die Titelrolle in Simon Boccanegra an der Polish National Opera sowie Ford in Falstaff am New National Theatre Tokyo. Darüber hinaus kehrt er an die Metropolitan Opera zurück, wo er Schaunard in La bohème und Sonora in La fanciulla del West singt. Weitere zukünftige Engagements führen ihn erneut an die Metropolitan Opera sowie zu Debüts am Théâtre des Champs-Élysées, bei der Dallas Opera, der Opéra national de Lorraine, der Santa Fe Opera und der Opéra national du Rhin.
Im Jahr 2025 war Rivera Finalist für den Rising Star Award der International Opera Awards und erhielt außerdem einen William Matheus Sullivan Foundation Audition Award. In der vergangenen Spielzeit debütierte er in drei bedeutenden Verdi-Partien: in der Titelrolle von Macbeth in der selten aufgeführten Fassung von 1847 beim Teatro Nuovo, als Stankar in Stiffelio bei der Sarasota Opera sowie als Conte di Luna in Il trovatore mit der Opera Colorado. Zusätzlich kehrte er als Miller in Luisa Miller zur Washington Concert Opera zurück. Weitere Auftritte führten ihn zur Pittsburgh Opera als Silvio in Pagliacci, zur Florida Grand Opera als Belcore in L'elisir d'amore sowie zur Colorado Springs Philharmonic als Sharpless in Madama Butterfly. Zudem kehrte er an die Opera San José zurück, wo er Papageno in Die Zauberflöte sang. Ebenfalls in dieser Saison erhielt er den Richard Tucker Career Grant der Richard Tucker Music Foundation.
Als gefragter Interpret des Belcanto-Repertoires debütierte Rivera beim Teatro Nuovo als Severo in Poliuto, bei der Washington Concert Opera als Nottingham in Roberto Devereux sowie als Carlo V in Ernani und Miller in Luisa Miller an der Sarasota Opera. Außerdem sang er Silvano in Un ballo in maschera unter der Leitung von Riccardo Muti mit dem Chicago Symphony Orchestra. Darüber hinaus kehrte er zum Teatro Nuovo zurück, um in der modernen Premiere von Carolina Uccellis Belcanto-Oper Anna di Resburgo die Rolle des Norcesto zu übernehmen. Zu seinen weiteren jüngeren Engagements zählen Silvio in Pagliacci mit der Opera San Antonio, Escamillo in Carmen mit der Opera de Puerto Rico, Schaunard in La bohème und Alfio in Cavalleria rusticana mit CulturArte de Puerto Rico sowie Figaro in Il barbiere di Siviglia und Riolobo in Florencia en el Amazonas bei der Opera San José. Außerdem wirkte er an einer Produktion von Dialogues des Carmélites an der Houston Grand Opera mit. Beim Aspen Music Festival sang er Papageno in Die Zauberflöte, Claudio in Béatrice et Bénédict sowie Angel #7 in der amerikanischen Erstaufführung von Bedfords Seven Angels.
Während seiner Zeit am Ryan Opera Center der Lyric Opera of Chicago sang Rivera unter anderem Sharpless und Yamadori in Madama Butterfly, Schaunard in La bohème sowie Baron Douphol in La traviata. Seine geplanten Aufführungen als Silvio in Pagliacci mussten aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden. Darüber hinaus coverte er die Rollen des Marcello in La bohème und die Titelpartie in Don Giovanni.
Auf dem Konzertpodium interpretierte Rivera Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit dem Civic Orchestra of Chicago und dem Collaborative Arts Festival of Chicago, Orffs Carmina Burana mit dem National Symphony Orchestra der Dominikanischen Republik sowie Don Quijote in de Fallas El retablo de Maese Pedro beim Casals Festival. Außerdem war er in Konzerten mit dem Mobile Symphony und dem Puerto Rico Symphony Orchestra zu erleben.
Ricardo José Rivera ist Träger des Richard F. Gold Career Grant der Shoshana Foundation. Zudem gewann er den ersten Preis der Saengerbund Competition sowie den dritten Preis der Gulf Coast Region bei der Metropolitan Opera Laffont Competition. Er war Renée Fleming Artist beim Aspen Music Festival und Absolvent des Britten Pears Young Artist Program. Rivera besitzt einen Master of Music der Rice University sowie einen Bachelor of Music des Puerto Rico Conservatory of Music.