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Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur

op. 56

"Tripelkonzert"

Komponiert: 1803

Gattung
Wiener Klassik
Stil
Konzert
  1. Allegro
  2. Largo (attacca)
  3. Rondo alla Polacca

Beethoven schrieb das Tripelkonzert um das Jahr 1804. Als Violinist war möglicherweise Carl August Seidler oder Georg August Seidler vorgesehen, während Anton Kraft den Violoncellopart übernehmen sollte. Es wird allgemein angenommen, dass Beethoven seinen damaligen Klavierschüler Erzherzog Rudolf von Österreich als Klaviersolisten vorsah und den Klavierpart dementsprechend nicht zu anspruchsvoll anlegte. Diese Angabe beruht auf einer Aussage von Beethovens zeitweiligem Sekretär und späterem Biographen Anton Schindler. Die Musikwissenschaftlerin Susan Kagan hält diese Annahme für unwahrscheinlich; sie vermutet vielmehr, dass Beethoven sich selbst als Klaviersolisten vorgesehen hatte. Wie Sieghard Brandenburg ergänzte, hat Beethoven den Erzherzog wohl erst 1808 kennengelernt.

 

Das Tripelkonzert entstand zeitgleich mit Beethovens 3. Sinfonie („Eroica“), der 5. Sinfonie, der Klaviersonate Nr. 23 („Appassionata“) sowie Beethovens einziger Oper Fidelio. Das Werk wurde Fürst Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz gewidmet und im Jahr 1807 veröffentlicht.

Das Tripelkonzert weist Ähnlichkeiten zur Gattung des Klaviertrios und der „Sinfonia Concertante“ auf, wie sie beispielsweise von Johann Christian Bach, aber auch von Haydn und Mozart gepflegt wurde. Dies wird auch in zwei Vorläuferwerken aus Beethovens Feder deutlich: So skizzierte Beethoven 1786/87 die unvollendet gebliebene Romanze cantabile in e-Moll für Flöte, Fagott, Klavier und Orchester; diese wurde im Jahr 1952 in Wiesbaden veröffentlicht. Ebenfalls unvollendet blieb die 1802 begonnene Concertante in D-Dur, die für ein für Frühjahr 1803 geplantes, aber nicht zustande gekommenes Konzert gedacht war. Mit ihrer Klaviertrio-Besetzung wäre die Concertante für die gleiche Besetzung angelegt gewesen wie das Tripelkonzert.

Das Tripelkonzert folgt dem gleichen Schema wie das Klavierkonzert Nr. 1 von Beethoven. Im Vergleich mit dessen Klavierkonzert Nr. 3 findet sich jedoch ein Unterschied: Während im Klavierkonzert Nr. 3 der Orchesterpart ein größeres Gewicht erhalten hatte, als es bis dahin üblich war, wird im Tripelkonzert der Part der Solisten betont.

Durch das Übergewicht des Cellos gegenüber der Violine erhält das Tripelkonzert ansatzweise den Charakter eines Cellokonzerts.

Quelle: Wikipedia

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