Musikalische Leitung: Irene Delgado-Jiménez
Inszenierung: Anna Bernreitner
Bühne und Kostüm: Manfred Reiner, Hannah Öllinger
Licht: Franz Tscheck
Dramaturgie: Christian Schröder
Lady Magnesia
Oper in einem Akt
Libretto von Vera Stanewitsch nach George Bernard Shaws Theaterstück "Passion, Poison and Petrifaction"
Zweimal Alexander
Opera buffa in einem Akt
Libretto von André Wurmser
Schwarze Komödien, Kriminalstücke oder Opernparodien?
Die Einakter Lady Magnesia (komponiert 1975) und Zweimal Alexander (Alexandre Bis, komponiert 1937) lassen sich ebenso wenig kategorisieren wie ihre beiden vielseitigen Schöpfer selbst, Mieczyslaw Weinberg und Bohuslav Martinu.
Die Ausgangslage ist in beiden Werken gleich: Ein Ehemann bezichtigt seine Ehefrau der Untreue und ergreift die ihm angemessen erscheinenden Maßnahmen. Alsbald laufen die Pläne jedoch aus dem Ruder: George will Magnesia ermorden, lässt sich von ihr jedoch in ein Gespräch verwickeln. Alexandre hingegen inszeniert eine Verwechslungskomödie, um die Untreue seiner Frau zu testen - diese jedoch beginnt gerade dadurch, von einem Seitensprung zu träumen. Wo etwa Mozarts Cosí fan tutte den Vorhang fallen lässt, kommen diese Werke erst so richtig in Fahrt: Führt das Misstrauen der Männer zu einem Happy End? Bringt ein geforderter Beweis der Treue die ersehnte Klarheit, gar eine Läuterung, oder lässt er die Beziehung schlichtweg zerbrechen? Die beiden Opern finden schließlich unterschiedliche Antworten darauf, die sowohl Weinberg als auch Martinu mit ironischen Brüchen, jazzigen Intermezzi und aberwitziger Fantasie ausformulieren.